Speedtest Ratgeber
Die gemessene Geschwindigkeit hängt zuerst von der Technik ab, die Ihr Zuhause mit dem Internet verbindet. Jede hat Stärken, Grenzen und Tücken: So unterscheiden Sie sie.
| Technik | Medium | Typischer Download | Upload | Typische Latenz |
|---|---|---|---|---|
| Glasfaser bis in die Wohnung (FTTH) | Glasfaser | 300 Mbit/s bis 8 Gbit/s | Oft symmetrisch oder hoch | 2 bis 10 ms |
| Kabel (DOCSIS 3.1) | TV-Kabelnetz | 100 Mbit/s bis 1 Gbit/s | Deutlich niedriger | 10 bis 25 ms |
| VDSL2 | Kupfer-Telefonleitung | 15 bis 100 Mbit/s (mit Vectoring bis 250) | 5 bis 40 Mbit/s | 10 bis 25 ms |
| ADSL2+ | Kupfer-Telefonleitung | 1 bis 20 Mbit/s | unter 1 Mbit/s | 25 bis 50 ms |
| LTE-Internet zu Hause | Mobilfunknetz | 10 bis 100 Mbit/s | 5 bis 50 Mbit/s | 30 bis 60 ms |
| 5G-Internet zu Hause | Mobilfunknetz | 100 Mbit/s bis 1 Gbit/s | 20 bis 100 Mbit/s | 15 bis 40 ms |
| Geostationärer Satellit | Satellit in 36.000 km | 20 bis 100 Mbit/s | 3 bis 10 Mbit/s | 550 bis 700 ms |
| Satellit in niedriger Umlaufbahn | Konstellation in ~550 km | 50 bis 250 Mbit/s | 10 bis 30 Mbit/s | 25 bis 60 ms |
Diese Spannen sind Richtwerte: Sie variieren je nach Anbieter und Land, bei Kupfer und Mobilfunk auch je nach Ihrer genauen Lage.
Glasfaser führt das Licht bis in die Wohnung. Die Geschwindigkeit hängt kaum von der Entfernung ab, die Latenz ist am niedrigsten, und die Verbindung verkraftet viele gleichzeitige Nutzungen. Achtung bei den Begriffen: Manche „Glasfaser“-Angebote enden im Keller oder am Verteilerkasten und laufen auf dem letzten Stück über Koaxialkabel oder Kupfer (FTTB, FTTC). Dann bekommen Sie die Leistung dieses letzten Abschnitts.
Bei schneller Glasfaser liegt der Engpass oft in der eigenen Wohnung: WLAN, eine auf 1 Gbit/s begrenzte Netzwerkkarte, ein altes Kabel der Kategorie 5.
ADSL und VDSL nutzen die Telefonleitung. Ihre Geschwindigkeit sinkt mit der Leitungslänge bis zur Vermittlungsstelle oder zum Verteilerkasten: Bei wenigen Hundert Metern schafft VDSL mehr als 50 Mbit/s, ab ein bis zwei Kilometern fällt es auf ADSL-Niveau. Der Upload bleibt niedrig, was beim Senden von Dateien und bei Videocalls stört. In vielen Ländern wird das Kupfernetz schrittweise zugunsten von Glasfaser abgeschaltet.
Kabelnetze, ursprünglich für das Fernsehen gebaut, erreichen heute Downloads im Gigabitbereich. Schwachpunkte sind der geringere Upload und die Tatsache, dass sich Kunden in derselben Gegend die Bandbreite teilen, was zu Stoßzeiten die Leistung senken kann.
Ein LTE- oder 5G-Router empfängt das Internet über das Mobilfunknetz, wie ein Smartphone. Er ist schnell eingerichtet, wo keine Glasfaser liegt. Die Leistung hängt von der Netzabdeckung, der Entfernung zum Mast und der Zahl der Nutzer in derselben Funkzelle ab; die Geschwindigkeit kann je nach Tageszeit stark schwanken. Den Router an ein Fenster in Richtung Mast zu stellen, macht oft den entscheidenden Unterschied. Manche Tarife haben ein Datenvolumen oder drosseln ab einer Grenze: Lesen Sie die Bedingungen.
Satelliteninternet erreicht auch die abgelegensten Orte. Geostationäre Satelliten in 36.000 km Höhe bedingen eine Latenz von rund 600 ms, die Online-Gaming und Videocalls mühsam macht. Konstellationen in niedriger Umlaufbahn, wenige Hundert Kilometer hoch, bieten eine Latenz nahe an Festnetzanschlüssen, allerdings mit eigener Ausrüstung und oft höherem Preis.
Messen Sie Ihre Verbindung danach regelmäßig, per Kabel und zu verschiedenen Zeiten: So prüfen Sie am besten, ob Sie bekommen, wofür Sie bezahlen.
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Für die meisten Haushalte nicht: 300 bis 500 Mbit/s reichen locker für mehrere 4K-Streams, Videocalls und Downloads. Sehr hohe Geschwindigkeiten helfen vor allem bei großen Dateiübertragungen, und nur, wenn die eigene Ausstattung sie nutzen kann.
Bei guter 5G-Abdeckung sind die Geschwindigkeiten vergleichbar, Stabilität und Latenz bleiben aber weniger gleichmäßig als bei Glasfaser, besonders zu Stoßzeiten. Wo keine Glasfaser verfügbar ist, ist es eine sehr gute Alternative.
Die DSL-Geschwindigkeit hängt vor allem von der Länge der Leitung bis zum Verteiler ab: Ab einigen Kilometern sinkt sie stark. Auch eine schlechte Hausverkabelung oder eine defekte TAE-Dose können das Signal verschlechtern.